PAX FOUR im Test

Neues Jahr, neue Vaporizer. Das Jahr 2026 hat bereits einige spannende Veröffentlichungen hervorgebracht. Während Geräte wie der neue XMAX V4 Pro im Budget-Segment für Aufsehen sorgen, richtet sich der Blick der Premium-Nutzer auf den wohl bekanntesten Namen der Branche: PAX Labs. Mit dem PAX FOUR (auch PAX 4 genannt) schickt der Hersteller das lang erwartete Update eines Klassikers ins Rennen.

In diesem Test erfährst du alles über die Stärken, Schwächen und die optimale Nutzung des neuesten Kult-Vaporizers.

PAX 4: Update eines bewährten Konzepts

Seit über einem Jahrzehnt definiert PAX das Segment der ultra-portablen Premium-Vaporizer. Während sich bereits der PAX Mini 2 und der PAX Plus als absolute Platzhirsche in den Bereichen Diskretion und Design etablierten, geht der PAX FOUR nun einen entscheidenden Schritt weiter. Er behält die vertraute Optik bei, konzentriert sich aber voll auf die Optimierung der inneren Werte.

Das Gehäuse ist im Vergleich zum PAX Plus etwas größer geworden. Wer jedoch das minimalistische, knopflose Design liebt, bekommt genau das, was er erwartet. Der entscheidende Fortschritt findet unter der Haube statt: Hier reagiert PAX mit einem technischen Update auf das Feedback der weltweiten Community, um die Performance zu optimieren, ohne die vertraute Formsprache aufzugeben.

Design und Erster Eindruck

Wie gewohnt bleibt sich PAX beim Design treu. Der PAX FOUR ist kompakt, ergonomisch und verzichtet auf überflüssige Knöpfe an der Außenseite. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem, eloxiertem Aluminium. Mit einem Gewicht von etwa 125 g liegt das Gerät wertig in der Hand, verschwindet aber bei Bedarf fast unsichtbar in der Handfläche.

Neu hingegen ist der USB-C-Anschluss an der Seite, wie wir ihn schon vom PAX Flow kennen. Zwar müssen wir jetzt auf das magnetische Ladekabel verzichten, das hat aber den Vorteil, dass wir jedes handelsübliche USB-C Kabel zum Aufladen benutzen können.

Die Bedienung erfolgt weiterhin über das Mundstück und die vierblättrige LED-Anzeige, die den Status des Geräts (Aufheizen, Status, Akkustand) in verschiedenen Farben kommuniziert.

Die Technik: Smart-Hybrid-Heizsystem

Die wohl größte Neuerung im Vergleich zu den Vorgängern ist das Heizsystem. Während frühere Modelle primär auf Konduktion (Hitze durch direkten Kontakt) setzten, nutzt der PAX 4 nun ein Smart-Hybrid-Heizsystem.

Konduktion + Konvektion = Performance und Aroma

Durch die Kombination von Konduktion und Konvektion wird das Pflanzenmaterial sehr gleichmäßig extrahiert. Der Geschmack ist deutlich präsent und frei von störenden Nebenaromen. Das macht der PAX 4 erstaunlich gut, da sich die Nuancen der Kräuter über längere Zeit während der Session klar herausschmecken lassen. Dies gilt nicht nur für den ersten Zug, nach dem der Geschmack normalerweise etwas dumpf wird.

Die Heizkammer ist mit einer Kapazität von ca. 0,3 g Kräutern großzügig bemessen, was problemlos für eine lange Session ausreicht. Doch man möchte ja nicht immer die volle Menge verdampfen.

Kann der PAX FOUR auch kleinere Mengen gut verdampfen?

Um das zu testen habe ich die Kammer mit nur einer kleinen Menge an Kräutern gefüllt. Gerade so, dass der Boden bedeckt ist, und ganz locker, ohne die Kräuter anzudrücken. Diese Menge habe ich dann jeweils auf Stufe drei und Stufe vier getestet. Ich war sehr überrascht, wie gut das geklappt hat.

Dichter Dampf ab dem ersten Zug! Natürlich etwas weniger als bei einer vollen Kammer, aber trotzdem sehr dicht und intensiv. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Dampfqualität zu „luftig“ ist, was mich positiv überrascht hat. Hier macht das Smart-Hybrid-Heizsystem einen hervorragenden Job. Das AVB (Already Vaped Bud) ist sehr gleichmäßig durchgeröstet.

  • Konstante Dampfqualität: Der Geschmack bleibt intensiv, und die Dampfproduktion ist bis zum Ende der Session konstant hoch.
  • Kein „Rühren“ mehr: Dank der Hybrid-Technik müssen die Kräuter in der Kammer während der Session nicht mehr umgerührt werden. Die Hitze durchdringt das Material gleichmäßig von allen Seiten.
  • Flexibilität in der Kammer: Ein großer Vorteil für alle „Microdoser“: Die Heizkammer wurde so optimiert, dass sie auch mit wenigen, lose eingefüllten Kräutern hervorragend funktioniert. Man muss die Kammer nicht mehr zwingend fest stopfen, um eine effiziente Verdampfung zu erzielen.

Optimierter Airflow

Ein häufiger Kritikpunkt bei älteren Modellen war der hohe Zugwiderstand. Beim PAX FOUR wurde der Luftstrom spürbar optimiert. Das neue Design ermöglicht einen Airflow, der sich etwas freier anfühlt. Dies ist besonders wichtig für Nutzer, die ihren Vaporizer gerne mit einem Wasserfilter (Bong) kombinieren. Und das funktioniert mit dem PAX FOUR und dem Adapter sehr gut.

Auf dem Wasserfilter liefert er schon vom ersten Zug an dichte Dampfwolken. Auch bei längeren Zügen kühlt der Ofen nicht aus und hält die Temperatur konstant hoch. Diese Eigenschaft könnte jedoch einer bestimmten Nutzergruppe weniger gefallen.

Die Zugtechnik: MTL vs. Deep Inhale

Der PAX FOUR eignet sich durchaus für längere, tiefere Züge. Wer hingegen ausschließlich mit direktem Lungenzug (DTL) dampft, kann das Gerät nach einigen Minuten zum Überhitzen bringen. Dies wird euch über eine Vibration und die LED-Anzeige signalisiert. In diesem Fall schaltet sich der Vaporizer sicherheitshalber ab, und ihr müsst einen Moment warten, bis er wieder abgekühlt ist.

Seine wahre Stärke zeigt er jedoch woanders: Der PAX FOUR performt am besten bei MTL-Zügen (Mouth-to-Lung), also kurzen, sanften Zügen, wie man sie von einer herkömmlichen Zigarette kennt. Diese Technik maximiert die Dampfdichte und schont gleichzeitig den Akku.

Akku und Konnektivität: Endlich USB-C

Ein lang ersehntes Feature hält endlich Einzug: Der PAX FOUR verabschiedet sich vom proprietären Lade-Pin und setzt auf USB-C Fast Charge.

  • Akkukapazität: Der interne 2800-mAh-Akku sorgt für Ausdauer über den ganzen Tag (ca. 6–8 Sessions pro Ladung).
  • Ladezeit: Dank USB-C ist das Gerät schnell wieder einsatzbereit. In etwa 60 Minuten ist der Akku von 0 auf 100 % geladen.

Reinigung und Wartung

Wie für PAX üblich, ist die Reinigung unkompliziert:

  • Mundstück und Kammer: Einfach mit einem alkoholgetränkten Tuch oder Wattestäbchen säubern.
  • Dampfweg: Den Luftkanal kannst du schnell mit der mitgelieferten Bürste und etwas Isopropanol durchziehen.
  • 3D-Ofensiebe: Diese lassen sich leicht mit der Bürste herausdrücken und mit dem Tool wieder einsetzen.

Das genügt bereits, um den reinen Geschmack dauerhaft zu erhalten und eine optimale Performance zu gewährleisten.

Kritische Beobachtungen

Trotz der Premium-Positionierung gibt es einige Punkte, die du vor dem Kauf beachten solltest. In Tests unter Realbedingungen zeigten sich zwei Kritikpunkte:

  • 1. Die Aufheizzeit

Wer die rasanten 15–20 Sekunden moderner Konvektions-Vaporizer gewohnt ist, muss sich hier umstellen. Beim PAX FOUR dauert die Aufheizzeit etwas länger, im Schnitt muss man mit ca. einer Minute rechnen, bis das haptische Feedback die Einsatzbereitschaft signalisiert. Hier ist also etwas Geduld gefragt.

Der PAX FOUR ist so kompakt, dass du ihn einfach schon in der Hosen- oder Jackentasche einschalten kannst. Du musst ihn während des Aufheizens nicht in der Hand halten. Die Vibration ist stark genug, um zuverlässig zu spüren, wann die Session starten kann.

  • 2. Thermik und Hitzeentwicklung

Das kompakte Design fordert seinen Tribut bei der Wärmeabfuhr.

  • Gehäusetemperatur: Das Gerät wird sehr warm, was bei längeren Sessions im oberen Temperaturbereich fast schon unangenehm in der Hand werden kann. Dies betrifft vor allem den unteren Bereich des Geräts.
  • Abschalt-Automatik: Bei sehr intensiver Nutzung auf der höchsten Stufe kommt es gelegentlich vor, dass sich der PAX FOUR zum Schutz der Elektronik wegen Überhitzung abschaltet. Wer gerne „Chain-Vaping“ betreibt, sollte also eher auf Stufe 2 oder 3 bleiben.

Die technischen Highlights im Überblick

FeatureDetails zum PAX FOUR
MaterialEloxiertes Aluminium
HeizsystemVerbessertes Hybrid-System mit Konvektionsanteil
Aufheizzeitca. 60 Sekunden
LadeanschlussUSB-C Fast Charge
BesonderheitFunktioniert auch mit kleinerer Füllmenge
SchwachpunktWird im unteren Bereich sehr warm, kann bei intensiver Nutzung überhitzen

Vergleich: PAX FOUR vs. PAX FLOW vs. PAX Plus

Um die Einordnung zu erleichtern, hier ein kurzer Vergleich der aktuellen Top-Modelle:

FeaturePAX FOURPAX FLOWPAX Plus
HeizsystemSmart-HybridHybrid (Kompakt)Konduktion
LadeanschlussUSB-CUSB-CProprietär
Modi / Temperaturstufen4 Experience Modes5 Modes (inkl. Bong)4 Experience Modes
Aufheizzeitca 60 Sek.~ 30 Sek.~ 22 Sek.
BesonderheitFlaggschiff 2026High AirflowDer diskrete Klassiker

Fazit: Lohnt sich das Upgrade?

Der PAX 4 ist die konsequente Weiterentwicklung einer Erfolgsformel. Er kombiniert das wohl diskreteste Design auf dem Markt mit einer sehr guten Dampfqualität und beachtlichen Dampfmenge.

Für wen ist er geeignet?
  • Design-Liebhaber: Wenn du höchsten Wert auf Ästhetik und Diskretion legst.
  • Genießer: Wenn du hauptsächlich sanfte MTL-Züge bevorzugst. 
  • Umsteiger: Dank der einfachen Bedienung ist er das perfekte Gerät für alle, die von der Verbrennung zum Verdampfen wechseln möchten.

Er ist kein Sprinter, sondern ein gemütlicher Begleiter für den Alltag – stilvoll, geschmacksstark und diskret.

Der Pax Four ist ab sofort erhältlich. Mit einem Preis von 229,00 € positioniert er sich im Premium-Segment, bietet dafür aber auch eine erstklassige Verarbeitungsqualität und ein hervorragendes Nutzererlebnis.