Bambus, Glas & pure Konvektion: Was steckt im Fuji?

Der Fuji arbeitet mit echter On-Demand-Konvektion und verzichtet komplett auf Kunststoffe im Luftweg. Stattdessen verbaut der Hersteller massiven Bambus, Borosilikatglas und Keramik. Hinter der Holzfassade steckt ein klarer Anspruch: Der Fuji richtet sich an erfahrene Anwender, die den dichten Dampf eines Desktop-Geräts in einem portablen Format suchen, ohne Abstriche beim Geschmack zu machen.
Kann der kompakte Holzkegel wirklich die Power eines stationären Vaporizers liefern? Genau das schauen wir uns jetzt an.
Camouflets Weg zum elektronischen Vaporizer
Bevor wir ins Detail der neuen Technik gehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf den Hersteller. Camouflet hat sich in der Community bisher primär durch mechanische Vaporizer und alternative Heizmethoden einen Namen gemacht.
Bekannt ist das Unternehmen aus den USA vor allem für die Convector-Serie, darunter Modelle wie der Convector V2 und der Convector XL. Dabei handelt es sich um Butan-Vaporizer (TED’s), die rein auf Konvektion setzen. Zudem umfasst das bisherige Portfolio das Profi-Induktionsheizgerät Inductor V2 sowie den Injector Heizkopf.
Schaut euch das Video zum Inductor und Injector an, falls ihr die Geräte noch nicht kennt:
Mit dem Fuji schlägt Camouflet ein neues Kapitel auf: Er ist das erste batteriebetriebene, tragbare Flaggschiff-Modell der Marke und überführt das bisher rein analoge Konvektions-Know-how in ein elektronisches Gerät.
Design, Material & Luftweg
Auf den ersten Blick könnte man aufgrund der Form fast meinen, der Fuji sei ein Vapor Cup für Extrakte – ähnlich wie beispielsweise der Tronian Omegatron oder der CrossingTech ACE Cup. Doch der Eindruck täuscht, denn der Fuji ist ein reiner Kräuterverdampfer. Er erinnert weniger an klassische Elektronikprodukte und vielmehr an ein handgefertigtes Werkstück. Wer das Gerät nicht kennt, könnte es optisch glatt für einen Aroma-Diffusor halten. So tarnt sich der Fuji zu Hause ganz unauffällig als Wohnaccessoire, das du nach der Session nicht zwingend sofort in der Schublade verstecken musst. Vom Format und dem puristischen Holz-Look her erinnert er stark an den Fabric7 Couch-Log, allerdings bringt der Fuji den großen Vorteil mit, komplett kabellos zu arbeiten.
Gehäuse und Formfaktor
Der Camouflet Fuji ist in einer Kegelform gehalten, mit einer breiten Basis, die nach oben hin schmaler wird. Das Gehäuse selbst besteht dabei aus massivem Bambus. Da es sich um ein Naturmaterial handelt, fällt die Holzmaserung bei jedem Gerät leicht unterschiedlich aus, was jeden Fuji zu einem Unikat macht. Der Bambus dient zudem als idealer Wärmeisolator und fühlt sich im Gegensatz zu Metall oder Plastik beim Greifen sehr angenehm an.
Das cleane Design wird durch das minimalistische Interface unterstrichen: Auf der Vorderseite des Gehäuses befindet sich lediglich ein einziger Bedienknopf sowie fünf Aussparungen für die LED-Leiste. Auf der Oberseite des Holzkegels thront markant ein integrierter 18-mm-Male-Schliff, der den direkten Anschluss für Wasserfilter, Mundstücke und Shisha-Schlauch bildet.
Mit 95 mm Höhe und 80 mm Durchmesser ist der Fuji kompakt, aber wuchtig – vergleichbar mit dem Platzbedarf einer Tafée Bowle. Durch diese Proportionen liegt das Gerät eher massiv in der Handfläche, als dass es wie ein klassischer Pen-Vaporizer mit den Fingern umschlossen wird. Ein Transport in der Hosentasche ist damit praktisch ausgeschlossen.
Der reine Luftweg
Bei den inneren Werten bleibt der Fuji konsequent: Der gesamte Dampfweg besteht ausschließlich aus Borosilikatglas und Keramik. Kunststoffe oder Silikon kommen im aktiven Luftstrom nicht vor. Dadurch wird sichergestellt, dass die erhitzte Luft absolut geschmacksneutral bleibt und die Aromen deines Pflanzenmaterials unverfälscht erhalten bleiben.
Temperatursteuerung & Bedienung
Auf ein komplexes Display wird beim Fuji bewusst verzichtet; die gesamte Steuerung erfolgt intuitiv über eine minimalistische Ein-Tasten-Bedienung (One-Button Control). Über diesen einzigen Feuerknopf wird nicht nur der Inhalationsvorgang gestartet, sondern auch die Temperatur geregelt.
Das Gerät bietet fünf Temperatur-Voreinstellungen:
- Stufe 1: ca. 160 °C (ideal für reinen Geschmack und milde Terpene)
- Stufe 2: ca. 180 °C
- Stufe 3: ca. 200 °C
- Stufe 4: ca. 220 °C
- Stufe 5: ca. 240 °C (für maximale Extraktion und dichte Wolken)
Durch einen doppelten Klick auf den Button lässt sich bequem von der kühlsten zur heißesten Stufe durchschalten. Ein dreifacher Klick zeigt zudem über das LED-Interface den aktuellen Akkustand an.
Mundstücke und Silikonschlauch
Der Camouflet Fuji ist so konzipiert, dass er direkt nach dem Auspacken vielseitige Inhalationsmethoden bietet und sich leicht an individuelle Präferenzen anpassen lässt. Die mitgelieferten Glasaufsätze fühlen sich massiv an und wirken nicht wie typisches, billiges Beigabe-Zubehör. Das Glas ist dick genug, um den normalen Alltagseinsatz gut zu überstehen, ohne zerbrechlich zu wirken.
Glas-Mundstück für die trockene Nutzung
Für den direkten Inhalationsvorgang liegt ein Glas-Mundstück für die Nutzung ohne Wasser bei. Da der Dampfweg komplett plastikfrei bleibt, bietet dieses Mundstück einen besonders reinen und unverfälschten Geschmack.
Glas-Wasser-Bubbler
Wer den Dampf zusätzlich filtern und kühlen möchte, kann den enthaltenen Glas-Wasser-Bubbler aufsetzen. Dieser Aufsatz rastet sicher ein und kühlt den Dampf ab, was die Kombination zu einer außergewöhnlich starken Lösung für ein tragbares Gerät macht.
Silikonschlauch mit Glasanschlüssen
Zusätzlich zum direkten Mundstück und dem Bubbler beinhaltet das Set ein vielseitiges Schlauch-Setup aus Silikon mit passenden Glasanschlüssen. Das erlaubt eine besonders entspannte Nutzung, bei der das wuchtigere Gerät einfach auf dem Tisch stehen bleiben kann, während man über den Schlauch inhaliert.
Die Ceramic Heating Matrix
Der Camouflet Fuji arbeitet mit einer selbst entwickelten Ceramic Heating Matrix. Hierbei handelt es sich um ein echtes On-Demand-Konvektionssystem, das Pflanzenmaterialien gleichmäßig erhitzt, ohne dass sie zwischen den Sessions kontinuierlich nachrösten.
On-Demand Konvektion
Im Gegensatz zu Konduktions- oder herkömmlichen Session-Vaporizern, bei denen die Kammer permanent unter Hitze steht, wird beim Fuji das Heizelement ausschließlich dann aktiviert, wenn der Feuerknopf aktiv gedrückt gehalten wird. Heiße Luft strömt nur während des Inhalierens direkt durch die Kräuterkammer.
Lässt man den Knopf los und stoppt den Zug, bricht die Erhitzung sofort ab. Das verhindert ein kontinuierliches Nachgaren des Materials zwischen den Zügen und sorgt physisch dafür, dass sich die aromatische Komplexität besser über die gesamte Session verteilt, anstatt direkt nach den ersten beiden Zügen stark abzuflachen.
Aufheizzeit und Ansprechverhalten
Aus dem Kaltstart benötigt der Fuji etwa 15 bis 20 Sekunden, um seine eigentliche Betriebstemperatur zu erreichen. Wie bei echten Konvektions-Vaporizern typisch, muss das Pflanzenmaterial danach beim ersten Inhalieren zunächst durch den warmen Luftstrom auf Temperatur gebracht werden. Dieser allererste Zug erfordert daher einen etwas längeren, gleichmäßigen Atemzug, bis sich der sichtbare Dampf vollständig aufbaut. Sobald die Kräuter in der Kammer jedoch einmal erwärmt sind, ändert sich das Verhalten spürbar: Das System reagiert dann blitzschnell und liefert bei jedem weiteren Zug nahezu verzögerungsfrei dichten Dampf.
Die richtige Zugtechnik
Da die Luft in Echtzeit erhitzt wird, ist die richtige Handhabung für gute Ergebnisse entscheidend. Die Kräuter sollten dabei niemals fest in die Kapsel gedrückt, sondern stets locker und luftig eingefüllt werden.
Da die Luft in Echtzeit erhitzt wird, ist die Zugtechnik für gute Ergebnisse entscheidend. Der Fuji belohnt einen langsamen, kontrollierten Zug von etwa 8 bis 12 Sekunden. Zieht man zu hastig, strömt die Luft schneller durch die Keramik-Matrix, als sie erhitzt werden kann. Das ist ein typisches physikalisches Merkmal von echten Konvektionsgeräten.
Einsatz von Dosierkapseln
Die Kräuter werden beim Fuji standardmäßig in kleine Edelstahl-Körbchen, die sogenannten Baskets oder Pods, geladen. Optisch erinnern diese Kapseln stark an die des Arizer XQ2, fallen jedoch ungefähr doppelt so hoch aus. Der Hersteller liefert direkt fünf dieser Kapseln mit, was das Vorbereiten für unterwegs enorm erleichtert, da man sie vorab befüllen und bei Bedarf einfach wechseln kann.
Der Fuji ist jedoch nicht zwingend auf diese Kapseln angewiesen: Wer das Gerät im „Injector Style“ direkt auf einem Wasserfilter mit passender Bowl nutzen möchte, kann es auch komplett ohne Basket verwenden.
Akku & Stromversorgung
Die Stromversorgung des Fuji erfolgt über zwei leistungsstarke 18650er-Akkus, die zu einem sogenannten Dual-18650-Akkupack zusammengefasst sind. Diese großzügige Kapazität sorgt für eine ordentliche Laufzeit, die problemlos mehrere ausgiebige Sessions übersteht. Geladen wird das Gerät zeitgemäß und bequem über USB-C.
Ladevorgang & Batteriepflege
Dank eines integrierten Batteriemanagementsystems (BMS) reguliert der Fuji den Ladevorgang komplett selbst und verhindert zuverlässig ein Überladen. Du kannst also bedenkenlos jedes beliebige USB-C-Netzteil verwenden. Ein vollständiger Ladezyklus dauert laut Hersteller etwa ein bis drei Stunden. Das Gerät ist vollständig geladen, sobald die LEDs aufhören zu blinken und komplett erlöschen, während das Kabel noch eingesteckt ist.
Mit der richtigen Pflege können die verbauten Akkus problemlos Jahre halten, ohne spürbar an Leistung zu verlieren. Deinen aktuellen Ladestand kannst du während der Nutzung übrigens jederzeit abrufen, indem du den Bedienknopf dreimal schnell hintereinander drückst.
Das Battery Pack Replacement Kit für maximale Lebensdauer
Bei tragbaren Vaporizern sind die Akkus langfristig oft der größte Schwachpunkt, da sie mit der Zeit unweigerlich an Kapazität verlieren. Camouflet hat hier mitgedacht, um die Lebenszeit des Gerätes deutlich zu verlängern. Wenn die Akkus nach Jahren intensiver Nutzung schwächeln, muss nicht der ganze Vaporizer entsorgt werden, sondern du kannst auf das Fuji Battery Pack Replacement Kit zurückgreifen.
Wichtig: Bei diesem System geht es ausdrücklich nicht darum, leere Akkus unterwegs mal eben schnell auszutauschen, sondern rein um die Reparatur und den langfristigen Werterhalt des Geräts. Im Inneren sitzen keine losen Einzelakkus, sondern ein fest foliertes Ersatz-Akkupack mit einem XTC-Stecker.
Der Zugang erfordert das Lösen von vier Schrauben am Gehäuse. Der Austausch selbst lässt sich durch den simplen Steckmechanismus jedenfalls in Ruhe und eigenständig zu Hause am Schreibtisch durchführen, ohne dass man einen Lötkolben in die Hand nehmen muss.
Lieferumfang
Der Fuji wird mit einem umfangreichen Zubehörpaket ausgeliefert, das viele Einsatzszenarien abdeckt:
- 1x Glas-Mundstück für die trockene Nutzung
- 1x Glas-Wasser-Bubbler
- 1x Silikonschlauch mit Glasanschlüssen
- 5x Edelstahl-Dosierkapseln (Baskets)
- 1x Transportcase
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der Fuji ist kein typischer Vaporizer für die schnelle Runde unterwegs, sondern ein durchdachtes Konvektions-Werkzeug für Kenner und den bewussten Genuss. Als handgefertigter, akkubetriebener Ball-Vape-Kopf im Premium-Preissegment schlägt er die Brücke zwischen mobilem Setup und stationärer Desktop-Power. Er punktet kompromisslos mit seinem plastikfreien Luftweg aus Glas und technischer Keramik, dem massiven Bambusgehäuse und der echten On-Demand-Konvektion.
Unser Praxistest auf der Mary Jane Messe beantwortet die anfangs gestellte Frage zur Leistung ziemlich eindeutig: Das Gerät liefert von der reinen Extraktionskraft her tatsächlich echte Ball-Vape-Power, fungiert quasi als mobile „Bong-to-Go“-Lösung für den Wohnzimmertisch oder die Outdoor-Session. Während manche stationären Ball-Vapes durch ihre brachiale Leistung schnell mal kratzig im Hals wirken können, fällt der Dampf beim Fuji spürbar sanfter und runder aus.
Wer ein unauffälliges Stealth-Gerät für die Hosentasche sucht, ist beim Fuji definitiv an der falschen Adresse. Wer aber die intensive Leistung eines Desktop-Vaporizers schätzt, Wert auf absolut reinen Geschmack legt und das Ganze komfortabel – und vor allem ohne störende Kabel – direkt mit seinen Wasserfiltern kombinieren möchte, findet hier eine erstklassige Lösung. Dass sich die Akkus austauschen lassen und das Gerät auf Langlebigkeit ausgelegt ist, macht es für Enthusiasten umso interessanter.
Hinweis: Sobald der Fuji fest bei uns im Shop verfügbar ist, werden wir diesen Beitrag selbstverständlich für euch aktualisieren!
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Ist der Camouflet Fuji ein reiner On-Demand-Vaporizer?
Ja. Die selbst entwickelte Ceramic Heating Matrix™ erhitzt das Pflanzenmaterial ausschließlich in dem Moment, in dem du den Feuerknopf gedrückt hältst. Sobald du den Knopf loslässt, stoppt die Hitze sofort, was ein unerwünschtes Nachgaren des Materials zwischen den Zügen verhindert.
Kann ich den Fuji direkt an meine Bong anschließen?
Ja, absolut. Auf der Oberseite des Holzkegels sitzt ein integrierter 18-mm-Male-Glassteckschliff. Du kannst den Vaporizer dadurch völlig ohne zusätzliche Adapter direkt auf gängige Wasserfilter und Injector-Bowls aufsetzen.
Kann man die Akkus unterwegs schnell wechseln?
Nein. Der Fuji wird zwar mit zwei leistungsstarken 18650er-Akkus betrieben (zusammengefasst als internes Dual-Akkupack), diese sind jedoch im Gehäuse verschraubt. Das von Camouflet angebotene Replacement Kit ist primär als langfristige Reparaturoption für zu Hause gedacht, um die Lebensdauer des Geräts zu erhöhen, und nicht für den schnellen Akkutausch unterwegs auf der Straße.
Muss ich zwingend Dosierkapseln (Baskets) verwenden?
Nein, sie sind zwar standardmäßig vorgesehen und im Lieferumfang enthalten, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Wer den Fuji im „Injector Style“ auf einem Wasserfilter betreiben möchte, kann das Gerät alternativ auch komplett ohne Kapseln nutzen.
Wie wird die Temperatur eingestellt?
Die Steuerung erfolgt komplett minimalistisch über einen einzigen Bedienknopf (One-Button-Control) und eine LED-Leiste. Durch doppelten Klick schaltest du bequem durch die fünf festen Temperaturstufen von 160 °C (für feinen Geschmack) bis 240 °C (für maximale Extraktionskraft).










